A Distraction from Too Much Work to Work or be Worked

From the email sent to Sibling the Eldester, whereby the therein named distraction is being ongone as here typed:First, the run-on:
Among the massive amount of data bouncing around my brain, for which this email is the required distraction (albeit hardly qualifiable as such), comes the non-native E-speaking dough scent, i.e. Jermine l’eh d’preaux Fessor with whom I’m splitting a course and who I only this very morning, several weeks in, discovered had made available to the group a table intended to explain in engrossing detail the form & forming of that mode of expression dubbed Passive, and, which, along with other peculiarities, had featured throughout the repeated use of intransitive words of action, which, as you may know, are not used in that voice in any becoming sense. I swear to you the example “was/were went” was displayed in this collation, and be me trusted when you’re told it ain’t got nuttin’ to do with an amusingly instructive riff on the Cisco Kid or a more sophisticated or archaic connotation or phrasally coupled variety of the verb “to go”.

And now:
Let it be sufficed to be said that said document is being massively reworked as is currently being addressed, with the temptation barely being avoided to be it provided such nuggets as:

Let dog be eaten by you!

 

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Corpses in the Courtyard, 1, 2, 3: ascensionem columbæ

The assumption would have been alone by way of the stumps on the one end and the felled lying about on the other had I not seen for myself the red-robed ultimate arbiters of arbor taking to their task. What I had happened upon appeared by my interpretation — as accurate an estimation allowed by my years of experience about this abode (as well as one of those profound, coincidental catching of a moment where the caught caught my having caught them) — to be precisely when they had realized they were ill-equipped to literally uproot these nesting quarters. Therewith would the hacking commence.These days or not, experts are not engaged. There are no experts. There are bidders who send their promised cheapest to accomplish things deemed necessary by someone or another who would rather not spend more, making an already needlessly terminal arrangement more malignant.

What I assumed (in spite of contrarian ken) was that it was to be just the one tree that would be coming down — the oblique one, which had come to be so as a result of the last time cheap labor’d been loosed in the yard, erecting and de-erecting the scaffolding. During those assemblies this one tree ironically had become a convenient resting place, a brace for the heavy parts of the support system built for the next cheaply subcontracted wave of labor. The heavy bars and battens would lean against that once not leaning tree, if only temporarily, to, if not damage, permanently disfigure it.

Where my assumption’d lain false by a third I discovered upon my return. It was a visceral visual assessment, for sure, but it was not until the following morning that the implications of the three felled trees would ascend to the auditory cortex by way of the vacancy of the Columbiform’ed cooing.

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Let me not be the purveyor of the false assumption of so many, that the big bad Other is, as monolithic lone-wolf, alone rapaciously irresponsible. Time is money. The way I spend my time, too, has an effect on who can live where and for how long. It is how cheaply I increasingly desperately seek my sleep.

While I’m not a believer, I do believe that money in whatever currency is the root of this evil. These values afford the wicked abuse of the accumulation of wealth. The hierarchical structure is indeed unfair.

But if your care is too expensive, there is a practitioner whose time is too precious to care. There is a relatively fair-waged technician who won’t spend his free time scanning for your ill spots that would need to be uprooted. This is the dirt out of which these conditions flourish. And if this were not enough as we speak, it is I who am not out comforting the uncomfortable in favor of forcing my metaphor on you the afflicted.

So it is in the tradition of the Assumption of the Christ that I pronounce unto you by way of the rhythm & melody of that sequence of coos, now ascended out of “my courtyard” to find a home, I hope, in another one:

“We all are guilty. We all are guilty. We all are guilty. W—”

Courtyard Crucifix – 2018


„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“ —Adorno

 

Der Parkbank Pinkler: rücks Wölf

.IIX

Liebstes Finanzamt,

vielen lieben Dank, dass Sie sich für meinen Lebensunterhalt interessieren! Meinen Sie ernst? Bestimmt baggern Sie mich nur so an! Na dann, gute Nachricht! Mein Lebensunterhalt? Er gleicht meinem Lebensinhalt, was vor allem von meinem Selbstwert abhängt. So wie ich ihn erst im späteren Lebensjahren wahrhaft kennengelernt habe, und wie Sie sich bei mir offenbar schon auskennen, kommt dieser wiederum auf die Selbstwertgefühle von anderen an. Egal wie gut ich verdiene, wenn die vergütete Beschäftigung nicht stimmt, dann bin ich nicht so ganz aus dem Häuschen. Des zeitgeistigen Hirngespinstes über den wohltätigen Milliardär ungeachtet, eine Mehreinname dem falschen Lebensbenehmen nachzuwerfen kann nicht mehr, oder wird nicht weniger, als das Gewissen taub machen, führt zu einer beheimateten Krankheit der Seele sowieso. Stirbt die Welt nicht mit unreinem Gewissen?

Lebensunterhalt? Ich lach mich todtraurig! Wie an dem bevorstehenden Tag, wenn gesagt wird, dass das Geld wohl noch lacht, aber Bargeld nicht mehr, ist der angegebenen Grund, warum ab nun die E-Ermittlung von der Steuererklärung festgeschrieben ist (womit Sie meinen (falls man Sie siezen beziehungsweise „Sie“ nennen darf, trotz der Tatsache, dass alles, was Sie machen (zumindest wie Sie alles schriftlich beschreiben), verfassen Sie in der Leideform (sog. Passiv)) gesetzlich (doch da klingt auch gegenüber Steuerpflichtigem, dass etwas „zu tun“ sei, einigermaßen weniger bedrohlich)) — also, dass die „Kulanzregelungen“ nicht mehr gelten (womit Sie meinen, die Gewinnermittlungen, die man bisher „formlos“ übermitteln durfte, nicht mehr darf) —, todlächerlich unkulanzfähig, solange sich gerade das Formular für diese Gewinnermittlung nicht auf dem „zur Verfügung gestellten“ Portal vorfindet.

Lebensunterhalt? Jahrelang konnte ich den Kunde behandeln, meinen Mitmensch, meine Pflicht Nummer eins, nicht als König sondern doch als Mitmensch, der eventuell auch noch mal ein Stück realen Selbstwert schätzt. Wie? Weil ich mein sogenannter Lebensunterhalt nicht für eine Gewinnmaximierungsstrategie halte. Bisher konnte ich das billigste Glied in der Billigkette sein,  für ungezählte Menschen unschätzbar. In praktischer Hinsicht heißt das, dass der billigste Auftraggeber unter billigen Auftraggebern das Billigste anbieten und das billigste Angebot machen und trotzdem ein Auftragnehmer findet, der die bei den billigsten unter billigen Firmen angestellte, unsicherste Lohnsklaven unter unsichere Lohnsklaven ernst nimmt und sich Mühe gibt, diese zu ermutigen.

Lebensunterhalt? Nun wollen Sie über Lebensunterhalt reden. Ach. Da habe ich gerade vergessen — vermutlich als Folge von, zum einen, einem gemachten Fehler, und dann noch einem freiwillig begangenen Irrtum: ich verliebe mich zu einfach in Ämter wie Sie, die mithilfe von schick zusammengesetzten Passivsatzglieder meinesgleichen ausnutzen möchten! Ficken und noch ein Jahr vergessen, nicht wahr? Im Klartext: Hier wird nur gewollt, das Bestreiten vom Lebensunterhalt zu ermitteln. Und wie? Auf leideförmlichen Erlass, räumen Sie mir meine kleine Ecke nicht mehr ein.

Dann tue ich ein Gleiches: Lebensunterhalt? Nach § 2 Absatz idK (sog. innerhalb der Klammern) dieses Schreibens sind angekündigte Begründungen für Ermittlungen über die Existenzgrundlage des Erkundigungsobjektes das Erfordernis nachgeordnet, wodurch dem Befragten die Grundlage, worauf den Lebensinhalt verdient wird, zu übermitteln ist.

in Liebe
Ihr Gehalt*

*immerhin der geringste Teil davon

Von vorne:

  • Sie bekommen die Einnahmen im Voraus bezahlt, verstehen diese eher als Kleinigkeiten.
  • Gemahnt wird, dass alles zu lesen, zu fragen, nachzuprüfen sei.
  • „Achten Sie bitte darauf“ heißt es.

Noch mal weiter. Weiter danach:

  • FÜR UNLEBZEITSORIENTIERTE SPIEßER GEEIGNET!
  • Der Steueramtskuli ist alle.
  • Grosse Pointe? Es kann keine Real-Lebensinhalt-Straße geben. So ist es mit dem Aufruf zur Liebe.
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Der Parkbank Pinkler: rückdry Szen

.IIIX

Neulich in Karlshorst durchgedreht mit Schmopfkerzen. Eine eventuell ältliche Dame nach der Uhrzeit gefragt, und sie, als wie mit Stulle im Mund, »Fuff vor hap eens.« Entlang der Treskowallee gibts keine Normaluhr mehr. Woran liegts? Der Uhrindustrie. Janz jenau! Drecksverbindlicher Mangel an Sitzbänken gewiss zur Gunst der Gastronomie. Die Wörterbuchbranche? Frag bloß nicht.

Beine haben ihre Ruhe erst an der Ecke Am Carlsgarten, gerade als man denkt, von Treskow abgesehen, da ist der Carl schon lange weg. Gerade als ich denke, Kopp platzt gleich. Bloß nicht wieder einschlafen.

In diesen Zeiten ist die Freedom Industry zu beachten. Na, jut. Zu jeder Zeit. Ich lebe aber nur in dieser. Während dieser glauben alle an alles und nichts. Durchschnittlich bedeutet das, dass eine Masse einer von zwei am vorherrschendsten Gewalten vertrauen. Mehr oder weniger. Genügend. Daheim wird das eine Regierungsmehrheit genannt,  gedeutet auf da drüben eine Diktatur.

Was ist zu glauben, wenn Waffen zusammen mit Perspektiven für die weiter Entwicklung von frisch zerbombten rohstoffreichen Länder ins Spiel kommen? Auch wenn das Gelobte Mittel nicht stimmt, also die Förderung nicht so reibungslos wie im Vertrag läuft, liefern sich Waffen uneingeschränkt weiter. Bodenschatz bleibt Bodenschatz. Verträge tragen Verträge. Abkommen kommen von Abkommen ab.

Könnte es dadurch ein Ende geben? Jeder Zeit ist eine Endzeit. Damit meine ich, zu jeder Zeit glaubt der Durchschnittsmensch, dass er zur Endzeit lebt. Ich glaube, ich habe einen Satz dafür: Die eschatologische Paranoia wird von einer Perspektive geprägt, dass andere gerade jetzt eine persönliche Apokalypse erleiden und dass niemand, der mit ihrer Ursache vertraut ist, immun gegen ihre Auswirkungen bleiben sollte.

Vorhin wollte ich nur wissen, wieviel Uhr es ist.

Vom Kulturerbe ein R-Gespräch
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Der Parkbank Pinkler: rückfear Zähne

„Jenseitig verborgen in unsrer Umlaufbahn, geradenwegs auf der andren Seite von unsrer Sonne ständig, dreht Nibiru.“

—König Tötenkönnen
.VIX

Colour of your flavor? Kommt drauf an, was „was“ ist. Ob wie im spießigen Britannien mit seiner überkorrekten Betonung und kümmerlich längeren Schreibweise oder wie bei den perv-prüde affigen Amis, faulkurz unausgesprochen, geschrieben ganz zu schweigen, I can’t live with or without u. Der hat unser Lied nicht nur angehört, sondern auch selber gespielt. Sich eingliedern oder aufspalten? Kommt drauf an, wie wir unsre geringsten Brüder behandeln, gell Gläubiger?

Wolle auch nicht, dass sie mir an jeder Ecke so ungelegen kommen, doch der gut gemeint gesellschaftsfähige Klemmbrett schleppende Spendensammler nervt mehr. Sind es kategorisch von derselben Abneigung? Eben. Behaupte nicht anders, meine nur, deshalb, dass man auch noch um Unterschriften bittet, wäre’s nicht gegenüber dem Gammler etwa legitimer. In der Tat hab ich nicht dagegen, wenn Ersteren als Erster vom Ladenbesitzer vertrieben wird. Ob einige Penner die Bude vollstinken, scheiß egal. Entschuldigung. Sei diese Wortwahl unglücklich oder unzutreffend oder ungenau, dann… dass Handeln der draußen wohnenden Unterschicht trifft keinen Sondernerv. Nur weil ihnen kaum Knete gegönnt wird, hieße’s nicht, sie bedeuten eine persönliche Last, wovor ordnungsmäßige Schutz vonnöten ist. Vor dem Bürohengst schon. Leut, die solch nicht sitzend vor der Sparkasse haben wollen, haben ein belastetes Gewissen, das gerade abgehobenes Geld nicht gerecht verdient zu haben. Sie dürfen ihr eigenes Glück nicht ausstehen mit dem Zerrspiegel gegenüber. Es sei denn, sie pflegen Überlegenheitsgedanken, und dann, wieso wenden sie sich an Bankautomaten auf Gesindelboden? Dass die leidgetränkte Realität Alltag geworden ist, liegt nicht an der angeblichen Kühnheit dem irgendeinen Bettler.

Überall schreiben Recht und Ordnung Typen Geschichten im Voraus und Gesetze im Nachhinein. Der Moderatflügel vom Gutmenschkontingent, sowieso als pure Gutmenschen gespottet, dichtet gerne Klauseln dazwischen. Und bezahlen auch mit Karte.

Das Fon klingelt: »Lamprecht.«  »El, zieh dir die Hose an. Wir haben in Köpenick zu tun. Bin gleich da.«

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