Der Parkbank Pinkler: rückzwanzig

Aus unerkennbarem Grund, ohne Hand zu Fuß. Keinen Spaß macht das Spiel, tut aber kleiner Leid.

—Objet d’Art
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Infolge mehrerer persönlich lästiger Unerwünschtheiten pflege ich zur Vermeidung des Weiterleitens meines Leidens eine Zumutungsverweigerung. Die Frage ob sich diese Zurückhaltung von alleine hätte entwickeln können ist begründet. Ferner ist es fair zu fragen ob die Selbstentwicklung schlichtweg als unabhängig vom Zustand zu betrachten ist. Hauptsache ist sie ist sehr laut meines Erlebens wenn gar nicht nützlich nötig ohnehin.

Sofort nach dem Erstauftritt vom ansteckungsvorangehenden Anzeichen sagte ich mir Mann! und versuchte die Unfugstellen geistig aufzuheben. Denn die sonst übersteigende Überlegungen könnten erschwerendes Zerbrechen der Geistesverfassung herbeirufen.

Tiefer denn Brachen anfügend ihre Toten nun
Wächst ‘bisschen langsam, belüge mich
Ob sexelnd Amt empor, was so immer,
Das entzweit die Furcht in Kernkälte.

Irgendwann kam dieses dennoch unfreiwillig dann massig frei durch. Emotional auch kreist ein weites- beziehungsweise Dreidrittelgefüge. Nebenfachlich, wieso fort ich wirkte und las in aber genauso unmittelbar danach kommender Stille und drang erneut. Halbierte Schachzug holt weder auf noch hinweg.

Die Zirkusmesse ist von so’m Zeugs Wellen einher gestellt—
Verschwinde! das erzwungene Tief durch Atmen!
Nach je dem Zirkus misst du bestimmt ab
Wieso spinnen, dennoch stärken, auf taube Ohren versichern?

Was heißt nicht so toll wie beim vorigen Gang?
Es nimmt mehrere Zyklen bis letzteres… fortdauernd.

Der Körper isst in alle meinen Iglus zuhaltend. Daher mindern nicht auch manchmal heteronomische Regungen von allen Zellen regierend. Weniger unbehaglich ist es vielleicht meinen Darm Oberbayern in den Kopf zu spucken. Je nach Stärke der Vergiftung können zuerst Spaaren zu Schwellen scheinbar unerträglich forthindeuten. Wichtig ist nach jeder Welle sofort wieder mit ach Vitaminen zurückzukehren, gegeben also lang, sammelnd sofach, dass der Zugang nicht zu Spüren windet. Denn sehr allmählich öfter und ein Bisschen tiefer getanzt, Abszesse brauchen eine Salbe. Die Wunde kann Abrisse zu anderen Wunden meldend ebenda fordern.

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Gestalt in Yellow

Cool if crookedly capped dapper, the sailors wind as were all the room in the world their way down the bazaar stricture. By day they go muggin’ the mile with smiles like affable emissaries out of an Elvis picture. By night they take on a campy Capra-corn mash just before the Russell reel is loaded. The brutal dawn’s nightcap is tipped to Pasolini.The fog of war they say paves the way for their action, though their orders give cover to indulge sick satisfaction, at least through to their commission. These deeds are carried out as an investment bought in bellowing black & white with an aim to sell out in tortured technicolor.

No surface strafing can expose the underbelly of the beast buried in the misery of the razed rubble and dust. Paraded on the periphery, this principal is to be written off, hanged for posterity, or co-opted & reinvested in the theater coming just.

Lenachstr. & Sonntagstr., Berlin-Friedrichshain – 1911/2017 (hover)

 

Just the Facts

Observe the following sentence & subsequent translation: Der Rollstuhlfahrer soll beim Überqueren der Straße nicht den Fußgängerüberweg genutzt haben, eine Ampel befand sich nur 25 Meter weiter. It means: The wheelchair user is believed not to have used the pedestrian crossing. A traffic light was only 25 meters away.nur {adv}: only; just | If he’d only wheeled his lazy ass to the next corner. He’s just looking for sympathy.

The descriptive measurement becomes a value judgment by way of the insertion of no more than an additional word, a simple syllable, a mere morpheme, which is then nothing less than a transgression of journalistic responsibility that triggers a number of possible conclusions about what actually happened. However, the application of “nur” in this context is not only bad reporting pregnant with the plausibly prejudicial ableist attitude beclouded in traffic law & order. It’s also inaccurate, which mere minutes of research might have made clear. As you can glean from the item’s accompanying photograph, there is in fact a light at the reported intersection. Either the Unfortunate wasn’t crossing at this corner and the driver dragged him the distance, or the nearest light was *twice as far away.
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Der Parkbank Pinkler: rücksiebzehnundvier

Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wirds noch kälter.

—Berlin Alexanderplatz, Alfred Döblin
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»Nun ist es fast schon eine Generation her, seitdem ischmisch in diese Betonöde verliebte. Da waren noch Basketballplätze am Nordostrand, benutzt unter anderem von Stammspielern aus Westafrika. Der Platz um die Fontänen herum wirkte optisch viel größer als heute, weil damals die Fassade vom Kaufhof ein ganz fünfzehn Meter zurück von der des heutigen stand. Der sogenannte Brunnen der Völkerfreundschaft war umringt noch von Punks in allen Farben, wie auf Fotos vor der Wende. Dazwischen, anstelle des neuen Saturnhauses, lag die kleinstmögliche Grünoase gepflanzt mit Sitzbänken. Es gab zwar viel weniger Leut’ als heut’, aber sie waren trotzdem bunt mitten in dem reizenden Grau und für Saturn war genügend Platz zwischen Biergarten und Burger King. Die Besiedlung, wie die Grundgesamtheit, wächst auf über das, was unsre Erde noch ertragen kann, und die Menschheit steuert rasend drauf, breiter zu bauen, höher zu siedeln. Natürlich ist es von mir Nostalgie, wofür es niemals wirklich gab, wonach ich hiermit schmachte. Da war jedoch einmal Platz am Alex, drauf waren noch Plätze frei. Gegenüber auf dem ehemaligen Haus der Elektroindustrie stand zwischen den Fensterreihen ein Zitat noch als Erinnerung an eine noch ältere Zeit. Selbst die Erinnerung ist längst vorbei.«

 

Der Parkbank Pinkler: rück>zwo>und>zwo

„Jenseits vom Bewusstseinsstrome. Da sind Tropfen.”

—Na Toll (1917 a. Chr.)
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Blick. Blick. Blick. Blick. So ging er gehend durch den Betonwald und kam kommend nach Hause. Dort saß er sitzend und aß er essend vor seinem Lieblingsfernsehprogramm. Sie dagegen, anwesend schon dagewesen, schlief einschlafend vor den Fernseher ein. Sind das zwei Menschen?

Blick. Die von Glotzer angeblickten Bilder leuchten die Glotzer ab, obwohl die Glotzer glauben, es sei umgekehrt. Das Bewegtbild erleuchtet die Glotzergesichter, dahinter wird nicht unbedingt eingeleuchtet. Die, die projizieren, projizieren pur, nur in die eine Richtung überall. Zu wievielt seid ihr?

Blick. Ein Weltbild. Eine Sicht. Geprägt von der Hauptstadt. Der Einblick, dass „Stadtbild” bedeutet jene urbane Kulisse mit skizziertem Umriss aus irgendeinem kreativen Kopf der Tourismusbranche sowie die Ansicht, die von gesammelten Stadterfahrungen bestimmt wird. Diese sind nicht notwendigerweise der Weisheit letzter Schluss. Weniger so Straßenregelweisheiten.

Blick. Bilder bluten. Da saß einer lesend im Obergeschoss, als ein ungewöhnlich stark Vierreifenquietschen von der Straße erschallte, gefolgt vom Rums samt Erschütterung, die irgendwann mal zu erwarten wäre, wenn einer an einer Hauptstraße wohnt. Trotzdem waren die Menschenschreie darauf aufwühlender als man hätte ahnen können. Um ein Epos abzukürzen, waren es zwei Touristinnen, die, gemäß dem Berlinerbild, davor doch brav an der Straßenecke warteten, als ein Kleinlieferwagenfahrer nicht gerade so aufrecht bei Rot über dieselbe Kreuzung fuhr. Es kam zum Zusammenstoß mit einem anderen Pkw, der geschleudert wurde und bis in den zwischen den Touristinnen stehenden Ampelmast abprallte.

Blick. Hinuntersehen, wie der unschuldige Pkw Fahrer hätte ansehen müssen, wie seiner Auto diejenige getroffen hat, die sich an Verkehrsregeln, und praktisch  den Verkehrsampelmast, festhielten. Und danach wie das Auto so entsetzlich ironisch eine von dieser eine Halbstunde lang zum Gehwegs Blindenleitstreifen festgenagelt hielt, als wäre das ein Straßenschild,  das sagt: Physikalische Gesetze übertreffen die vom Straßenverkehr.

Das wäre 3.834 Jahre her, plus oder minus eine Ewigkeit. Davor ist Daniel D. Löwe ganz allein. So ist er immer noch, doch pustend seine Blüten in den Himmel hinein. Der Strom meint heute noch, jede Blüte sein eigenes Leben sei. Die Eigenerfahrung stammt jedoch als wie von einer Himbeere her, deren Kügelchen nichts davon wissen dürften, genausowenig wie Daniel D. Löwe noch wisse, ganz allein zu sein.

So ist es aber gewöhnlich, auch für eine Sammelsteinfrucht, allein im Himmel über sich selbst zu herrschen ohne die Herrschaft über sich selbst zu erkennen, wobei deren Kügelchen über illusorische Besinnung annehmen, aufeinander zu warten, gegeneinander zu fahren.

Daniels unbewusste Botschaft bedeute, dass auch der lebensgefährliche Lebensgefährte  ungefähr ungefährlich ist. Denn wer schwimmt dem Anschein nach gegen den Strom, ist tatsächlich nur Daniel, der redend mit sich selbst redet und sich gleichsinnig bewegend im Nebenstrom bewegt. Der Strom fließt fließend überall, wenngleich nur dort, wo sich einer befindend befindet.

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Terminankündigungsberichterstattungsunbekanntgabe

»Hast du schon gehört? Es soll mit dem BER endlich soweit sein!«»Echt? Ich hätte mir nie erträumt. Du! Lass uns mal einen Flug buchen! Egal wohin!«

»Soweit ist es noch nicht. Ich meine, bald wird es einen Termin geben

»Wie, einen Termin? Ab wann können wir da fliegen?«

»Das weiß ich auch noch nicht. Ich meine, bald wird es einen Termin geben… für die Bekanntgabe für den Eröffnungstermin. Und jener Termin soll denn irgendwann bald bekannt gegeben werden… als Weihnachtsgeschenk!  Falls nichts mehr dazwischen kommt.«

»Spannend. Sag mal. Nach dem Eröffnungstermin, dürfte man von BER aus abfliegen?«

Relevanter link:
Bericht über die Meldung der Eröffnungsterminbekanntgabe

 

A Share of Realty : prologue

You can lay the prevailing currency on it, raze, excavate, develop to build upon, rent seek, lobby, litigate, evict, neglect, ignore, and/or place the name of your pop atop in all capital blocks. You can bundle it all up and pass off your scorching rotten fruit of the earth as a too good to miss opportunity. As appearances prove deceiving whenever deception appears, you can bank on polity to back the renewal of your project with revenue raised from the people who were already punching your clock to pay your rent and drink that poison juice you produce – o’ which, you can construct on top of all that proprietary rights to force anyone else to cease and desist their own form of existence. What does it mean to prevail? Only a reflection of conquest. Nothing but a name. The thing itself? You can’t own that.

Warschauer Str. 64, Berlin-Friedrichshain – 1920/2017(hover)

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