Kam von drüben ab.

Zug trauer Knecht lieb – Petersburger Straße, Berlin-Friedrichshain 1900/2018

Continue reading

Advertisements

Der Parkbank Pinkler: rückdry Szen

.IIIX

Neulich in Karlshorst durchgedreht mit Schmopfkerzen. Eine eventuell ältliche Dame nach der Uhrzeit gefragt, und sie, als wie mit Stulle im Mund, »Fuff vor hap eens.« Entlang der Treskowallee gibts keine Normaluhr mehr. Woran liegts? Der Uhrindustrie. Janz jenau! Drecksverbindlicher Mangel an Sitzbänken gewiss zur Gunst der Gastronomie. Die Wörterbuchbranche? Frag bloß nicht.

Beine haben ihre Ruhe erst an der Ecke Am Carlsgarten, gerade als man denkt, von Treskow abgesehen, da ist der Carl schon lange weg. Gerade als ich denke, Kopp platzt gleich. Bloß nicht wieder einschlafen.

In diesen Zeiten ist die Freedom Industry zu beachten. Na, jut. Zu jeder Zeit. Ich lebe aber nur in dieser. Während dieser glauben alle an alles und nichts. Durchschnittlich bedeutet das, dass eine Masse einer von zwei am vorherrschendsten Gewalten vertrauen. Mehr oder weniger. Genügend. Daheim wird das eine Regierungsmehrheit genannt,  gedeutet auf da drüben eine Diktatur.

Was ist zu glauben, wenn Waffen zusammen mit Perspektiven für die weiter Entwicklung von frisch zerbombten rohstoffreichen Länder ins Spiel kommen? Auch wenn das Gelobte Mittel nicht stimmt, also die Förderung nicht so reibungslos wie im Vertrag läuft, liefern sich Waffen uneingeschränkt weiter. Bodenschatz bleibt Bodenschatz. Verträge tragen Verträge. Abkommen kommen von Abkommen ab.

Könnte es dadurch ein Ende geben? Jeder Zeit ist eine Endzeit. Damit meine ich, zu jeder Zeit glaubt der Durchschnittsmensch, dass er zur Endzeit lebt. Ich glaube, ich habe einen Satz dafür: Die eschatologische Paranoia wird von einer Perspektive geprägt, dass andere gerade jetzt eine persönliche Apokalypse erleiden und dass niemand, der mit ihrer Ursache vertraut ist, immun gegen ihre Auswirkungen bleiben sollte.

Vorhin wollte ich nur wissen, wieviel Uhr es ist.

Vom Kulturerbe ein R-Gespräch
__

 

 

Der Parkbank Pinkler: rückfear Zähne

„Jenseitig verborgen in unsrer Umlaufbahn, geradenwegs auf der andren Seite von unsrer Sonne ständig, dreht Nibiru.“

—König Tötenkönnen
.VIX

Colour of your flavor? Kommt drauf an, was „was“ ist. Ob wie im spießigen Britannien mit seiner überkorrekten Betonung und kümmerlich längeren Schreibweise oder wie bei den perv-prüde affigen Amis, faulkurz unausgesprochen, geschrieben ganz zu schweigen, I can’t live with or without u. Der hat unser Lied nicht nur angehört, sondern auch selber gespielt. Sich eingliedern oder aufspalten? Kommt drauf an, wie wir unsre geringsten Brüder behandeln, gell Gläubiger?

Wolle auch nicht, dass sie mir an jeder Ecke so ungelegen kommen, doch der gut gemeint gesellschaftsfähige Klemmbrett schleppende Spendensammler nervt mehr. Sind es kategorisch von derselben Abneigung? Eben. Behaupte nicht anders, meine nur, deshalb, dass man auch noch um Unterschriften bittet, wäre’s nicht gegenüber dem Gammler etwa legitimer. In der Tat hab ich nicht dagegen, wenn Ersteren als Erster vom Ladenbesitzer vertrieben wird. Ob einige Penner die Bude vollstinken, scheiß egal. Entschuldigung. Sei diese Wortwahl unglücklich oder unzutreffend oder ungenau, dann… dass Handeln der draußen wohnenden Unterschicht trifft keinen Sondernerv. Nur weil ihnen kaum Knete gegönnt wird, hieße’s nicht, sie bedeuten eine persönliche Last, wovor ordnungsmäßige Schutz vonnöten ist. Vor dem Bürohengst schon. Leut, die solch nicht sitzend vor der Sparkasse haben wollen, haben ein belastetes Gewissen, das gerade abgehobenes Geld nicht gerecht verdient zu haben. Sie dürfen ihr eigenes Glück nicht ausstehen mit dem Zerrspiegel gegenüber. Es sei denn, sie pflegen Überlegenheitsgedanken, und dann, wieso wenden sie sich an Bankautomaten auf Gesindelboden? Dass die leidgetränkte Realität Alltag geworden ist, liegt nicht an der angeblichen Kühnheit dem irgendeinen Bettler.

Überall schreiben Recht und Ordnung Typen Geschichten im Voraus und Gesetze im Nachhinein. Der Moderatflügel vom Gutmenschkontingent, sowieso als pure Gutmenschen gespottet, dichtet gerne Klauseln dazwischen. Und bezahlen auch mit Karte.

Das Fon klingelt: »Lamprecht.«  »El, zieh dir die Hose an. Wir haben in Köpenick zu tun. Bin gleich da.«

__

A “Death to the Either/Or” Allusion

I’d really rather write about something else, but gotta go w/ th’flow & mind the_gap. All credit for the title to the scrivener whose namesake’s team I bet’ll finish 9-2 to continue their streak of fifty-win seasons. Irony abounds here (and not just theft of scripted thought, as our purveyor of sed abounding irony (if only by way of KitH (fine ham & all)) can not care for the game adverted & encrypted in this passage, sed game about which I’d preferred this morn to muse). I searched to barren effect for a tag to the title at his place, hence the link to a not inappropriate Appalachian fog’s foto-log.  Hey! Also, too: I do believe this opener qualifies as a bleggalgaze <which abound at th’ link)! Shifting the cryptics, let’s get started, shall we?

__

A successful propaganda regime will fr’ever have its targets looking exactly where they want them to, which’d be a need-to-know if regarding how & when theirselves are manipulated into thinking a certain way about certain others or, in the aggregate, apparently alternative propaganda regimes. Most unfortunately, I assume (or paradoxically, I reckon), we entities stem from an either/or process of growth into twits whose binary blinders thwart an appreciation of even overt overtones via basic rhetorical suppositions. So it certainly is no surprise that the not necessarily all that clever concealment of client regime activities does not give broad rise to questions that result in anything but jumping on the only other bandwagon that appears available. <Let’s call that an overdue Sundae wink;-)

Respective to the arbitrary boundaries that go a long way toward preventing people from seeing what they have in common while indoctrinating identifieds into thinking that at least one set of enemies of their perceived enemies is friendlier than the latter enemy, Amerigo’s playin’ Americants as much if not more now than it ever has, and the rib-thorn du jour is don’d facile-i-tater. If dude was seen as dangerous by the Home Houses as is presented in the press, they wouldn’t be extending the Authorities of His Office once conceived illegal and neo-continuing cartel blanche behavior that never results in less danger in anyone’s hands, whether in the schools at home or along enhanced firing ranges abroad. You’d think a relationship with an evil Prince was just inked out of thin oil — that roughly Twelve Governments heretofore had not been in lockstep ruinous roid-rage.

Much is accomplished with a length of lexemes & evocative imagery served with Bernays spread liberally between well-heeled slices of bread. The central success of the adverted misinformation industry was in convincing already established industries of its indispensability. Not that there be not overlapping interests to be lapped up; the latest of the latest displays no distinctions. In a sense it’s kind of comforting so many are immunized to the dutifully overdriven, distorted details.

__

May we accentuate our positive interaction with fellow beings of the world, successfully strive to be aware of and avoid negative interactions with the same, and mitigate any potential- or by default damaging behavior to the environs thereabout. May this Sundae service be sweet.

BLCKCTDRSTP – December 2017

Der Parkbank Pinkler: frucht-feife-ziehen auf de Jondel

„Ist die Ruhe um?“

—The Glam Squad, Gladiography (Veröffentlichungsdatum unbekannt)
.VX

Gestern ist der Zukunftsweg. Jeder einzelne Tunken Berliner, der neu in Donut-kreis der Hauptstadt auch-tauft, ist ein untrügliches Wahrzeichen dafür, dass diese Lokalkette ihre bettelarm Sklavenlohn-schufter auwacka-weise nicht nur mit Touris zu überhäufen hoffen. Nicht als hätten alle waschechte Berliner was gegen die Pfannkuchen-eintunkerei-erei, aber gerade in diesen Kaffee? Schrippen stippen? Wohl kaum, wa?

Doch, doch! Herrje, herrje! Man meinte, die sich nun nah dreißigjährig fortbestehende Kopp-kluft zwischen Ost und West innerhalb Berlin so gut wie nicht existierend einstufen läßt, von Akademikern, die nun ja mit sachbezogenen Stichprobe-berlinern geredet haben.

Stallgeruch: Mehr als jeder Dritte sowohl aus Friedrichshagen wie auch Friedenau findet die hierzu gratis Lorke aus dem Tunken Berlinern gut bis sehr gut — alle vier alt- wie neu-Friedrichshainer sogar hervorragend. Zumal Weddinger und Weißenseer treffen drauf gerne wieder. Na gut, deren Daten stützen auf Statistiken einer Marktstudie. Jedenfalls wurde willige Teilnehmer mit Anschrift diesseits Dahlem befragt. Ob dabei die ausstehende Mehrzahl ähnliches wie „Wat de Muckefuck”?! von sich gab?

Wer meinte, die Werbebranche schummelt nicht, verdient von der Zahlensalon seinen Lebensunterhalt. Wer glaubt, dass sich Akademiker Stories nicht aus den abzählenden Fingern saugen, sollte mal die Geschichtsbücher aus aller Herren Staaten via close reading allumfassend vergleichen. Die Leitfrage paraphrasiert, was und wer wird nimmer gefragt, wer gilt gar nie oder zählt überhaupt nicht?

Der Journalist möchte keinen Limerick aus ‘ner Tragödie machen, deswegen wird berichtet, im „Tümpel” werde es sein, woraus eine Leiche geborgen wurde. Im folgenden Absatz darf es wohl als Teich bezeichnet, allerdings nur in direkter Zusammensetzung mit einem Totem oder ähnlich irrendem Beschön-sinn.


Fruchtstr./Rüdersdorfer Str. 1960 / Str. der Pariser Kommune/Rüdersdorfer Str. 2018

__

 

Merkelei gerahmt

In response to a request that the Chancellor be placed in proper perspective:

Merkel framed in Davos – 2018

In spite of her by now iconic triAngelating hand gesture and her chart-peaking approval of the export of military product, the reported victims of which would make one wonder how such policy could continue (short of it’s really being part of an ongoing racket), it is unfair to implicate her at the top of the pyramid, unless it’s part of the imagination of one’s dreams of personal posterity.

Speakin’ o’… this is as good a tale of Davos ’18 as one’ll read.