Der Parkbank Pinkler: Teillos

„Geschäftsidee: sich präsentieren als ein großzügiger und alternativ-bewusster Betreuer mit peinlich schablonenhaften Werbebranche Begriffen wie „bezahlbarer Luxus“ und „echte Gesellschaft“ und agieren wie typisch ausbeuterische Eigentümer, dessen Mieter/innen mit Blick auf das größtmögliche Gewinnmotiv einsargen.“

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∅.

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Der Parkbank Pinkler: Rückreise

„Das Leben läuft Krebsgängig.“

—Friedrich Wilhelm SALM Rolfe
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Insofern als ich nicht hierzu hätte umhin kommen können, ist es ziemlich bemerkenswert, von meiner Warte aus beunruhigend, dass ich es mehr oder weniger fünfundzwanzig Jahre lang umhinkam. Was mir in dieser Zeitspanne entgangen war, war von mir im Besitz: ein Buch, genauer gesagt, eine Kurzgeschichte, gedrückt inmitten einer Sammlung davon; das Vierteljahrhundert — währen das Buch mit mir zusammen reiste oder im Regal stand, wo auch immer ich ein Bücherregal besaß, in Taschen gesteckt war oder bei Mme Natascha in einer Kiste ihrer Keller, als ich mir noch vorstellen könnte, meine Natascha nach zu holen, sollte ich denn dazu irgendwann mal wieder in der Lage sein — hat nun ein jähes Ende genommen, wennschon im drei steigenden Stücken.

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Der Parkbank Pinkler: Rücklaufsabruch

glkjögdlkjgsdlökjgdlkgflkj = Diese Sammelei von Erfahrungen
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Dass nun professionelle Redensart von mir erwartet wird, biete ich nur noch prospektiv die von mir eines Tages eventuell bei Ihnen weit und breit angesammelten Erfahrungen. Wobei Sie sich schon gut vorstellen dürften, wie ich nach einer Zeitreise hin und wieder zurück in unsre Gegenwart Ihnen über all diese fließend bunt und spannend erzählen könnte. Die von mir bis dato gesammelten Erfahrungen interessiert kein Schwein, auch nicht das professionelle, im Stall auf den Tod wartend… nichts für ungut!

„Bis dato“ ist ein formeller Begriff, oder?

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Der Parkbank Pinkler: rücks Wölf

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Liebstes Finanzamt,

vielen lieben Dank, dass Sie sich für meinen Lebensunterhalt interessieren! Meinen Sie ernst? Bestimmt baggern Sie mich nur so an! Na dann, gute Nachricht! Mein Lebensunterhalt? Er gleicht meinem Lebensinhalt, was vor allem von meinem Selbstwert abhängt. So wie ich ihn erst im späteren Lebensjahren wahrhaft kennengelernt habe, und wie Sie sich bei mir offenbar schon auskennen, kommt dieser wiederum auf die Selbstwertgefühle von anderen an. Egal wie gut ich verdiene, wenn die vergütete Beschäftigung nicht stimmt, dann bin ich nicht so ganz aus dem Häuschen. Des zeitgeistigen Hirngespinstes über den wohltätigen Milliardär ungeachtet, eine Mehreinname dem falschen Lebensbenehmen nachzuwerfen kann nicht mehr, oder wird nicht weniger, als das Gewissen taub machen, führt zu einer beheimateten Krankheit der Seele sowieso. Stirbt die Welt nicht mit unreinem Gewissen?

Lebensunterhalt? Ich lach mich todtraurig! Wie an dem bevorstehenden Tag, wenn gesagt wird, dass das Geld wohl noch lacht, aber Bargeld nicht mehr, ist der angegebenen Grund, warum ab nun die E-Ermittlung von der Steuererklärung festgeschrieben ist (womit Sie meinen (falls man Sie siezen beziehungsweise „Sie“ nennen darf, trotz der Tatsache, dass alles, was Sie machen (zumindest wie Sie alles schriftlich beschreiben), verfassen Sie in der Leideform (sog. Passiv)) gesetzlich (doch da klingt auch gegenüber Steuerpflichtigem, dass etwas „zu tun“ sei, einigermaßen weniger bedrohlich)) — also, dass die „Kulanzregelungen“ nicht mehr gelten (womit Sie meinen, die Gewinnermittlungen, die man bisher „formlos“ übermitteln durfte, nicht mehr darf) —, todlächerlich unkulanzfähig, solange sich gerade das Formular für diese Gewinnermittlung nicht auf dem „zur Verfügung gestellten“ Portal vorfindet.

Lebensunterhalt? Jahrelang konnte ich den Kunde behandeln, meinen Mitmensch, meine Pflicht Nummer eins, nicht als König sondern doch als Mitmensch, der eventuell auch noch mal ein Stück realen Selbstwert schätzt. Wie? Weil ich mein sogenannter Lebensunterhalt nicht für eine Gewinnmaximierungsstrategie halte. Bisher konnte ich das billigste Glied in der Billigkette sein,  für ungezählte Menschen unschätzbar. In praktischer Hinsicht heißt das, dass der billigste Auftraggeber unter billigen Auftraggebern das Billigste anbieten und das billigste Angebot machen und trotzdem ein Auftragnehmer findet, der die bei den billigsten unter billigen Firmen angestellte, unsicherste Lohnsklaven unter unsichere Lohnsklaven ernst nimmt und sich Mühe gibt, diese zu ermutigen.

Lebensunterhalt? Nun wollen Sie über Lebensunterhalt reden. Ach. Da habe ich gerade vergessen — vermutlich als Folge von, zum einen, einem gemachten Fehler, und dann noch einem freiwillig begangenen Irrtum: ich verliebe mich zu einfach in Ämter wie Sie, die mithilfe von schick zusammengesetzten Passivsatzglieder meinesgleichen ausnutzen möchten! Ficken und noch ein Jahr vergessen, nicht wahr? Im Klartext: Hier wird nur gewollt, das Bestreiten vom Lebensunterhalt zu ermitteln. Und wie? Auf leideförmlichen Erlass, räumen Sie mir meine kleine Ecke nicht mehr ein.

Dann tue ich ein Gleiches: Lebensunterhalt? Nach § 2 Absatz idK (sog. innerhalb der Klammern) dieses Schreibens sind angekündigte Begründungen für Ermittlungen über die Existenzgrundlage des Erkundigungsobjektes das Erfordernis nachgeordnet, wodurch dem Befragten die Grundlage, worauf den Lebensinhalt verdient wird, zu übermitteln ist.

in Liebe
Ihr Gehalt*

*immerhin der geringste Teil davon

Von vorne:

  • Sie bekommen die Einnahmen im Voraus bezahlt, verstehen diese eher als Kleinigkeiten.
  • Gemahnt wird, dass alles zu lesen, zu fragen, nachzuprüfen sei.
  • „Achten Sie bitte darauf“ heißt es.

Noch mal weiter. Weiter danach:

  • FÜR UNLEBZEITSORIENTIERTE SPIEßER GEEIGNET!
  • Der Steueramtskuli ist alle.
  • Grosse Pointe? Es kann keine Real-Lebensinhalt-Straße geben. So ist es mit dem Aufruf zur Liebe.
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Der Parkbank Pinkler: rückdry Szen

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Neulich in Karlshorst durchgedreht mit Schmopfkerzen. Eine eventuell ältliche Dame nach der Uhrzeit gefragt, und sie, als wie mit Stulle im Mund, »Fuff vor hap eens.« Entlang der Treskowallee gibts keine Normaluhr mehr. Woran liegts? Der Uhrindustrie. Janz jenau! Drecksverbindlicher Mangel an Sitzbänken gewiss zur Gunst der Gastronomie. Die Wörterbuchbranche? Frag bloß nicht.

Beine haben ihre Ruhe erst an der Ecke Am Carlsgarten, gerade als man denkt, von Treskow abgesehen, da ist der Carl schon lange weg. Gerade als ich denke, Kopp platzt gleich. Bloß nicht wieder einschlafen.

In diesen Zeiten ist die Freedom Industry zu beachten. Na, jut. Zu jeder Zeit. Ich lebe aber nur in dieser. Während dieser glauben alle an alles und nichts. Durchschnittlich bedeutet das, dass eine Masse einer von zwei am vorherrschendsten Gewalten vertrauen. Mehr oder weniger. Genügend. Daheim wird das eine Regierungsmehrheit genannt,  gedeutet auf da drüben eine Diktatur.

Was ist zu glauben, wenn Waffen zusammen mit Perspektiven für die weiter Entwicklung von frisch zerbombten rohstoffreichen Länder ins Spiel kommen? Auch wenn das Gelobte Mittel nicht stimmt, also die Förderung nicht so reibungslos wie im Vertrag läuft, liefern sich Waffen uneingeschränkt weiter. Bodenschatz bleibt Bodenschatz. Verträge tragen Verträge. Abkommen kommen von Abkommen ab.

Könnte es dadurch ein Ende geben? Jeder Zeit ist eine Endzeit. Damit meine ich, zu jeder Zeit glaubt der Durchschnittsmensch, dass er zur Endzeit lebt. Ich glaube, ich habe einen Satz dafür: Die eschatologische Paranoia wird von einer Perspektive geprägt, dass andere gerade jetzt eine persönliche Apokalypse erleiden und dass niemand, der mit ihrer Ursache vertraut ist, immun gegen ihre Auswirkungen bleiben sollte.

Vorhin wollte ich nur wissen, wieviel Uhr es ist.

Vom Kulturerbe ein R-Gespräch
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Der Parkbank Pinkler: rückfear Zähne

„Jenseitig verborgen in unsrer Umlaufbahn, geradenwegs auf der andren Seite von unsrer Sonne ständig, dreht Nibiru.“

—König Tötenkönnen
.VIX

Colour of your flavor? Kommt drauf an, was „was“ ist. Ob wie im spießigen Britannien mit seiner überkorrekten Betonung und kümmerlich längeren Schreibweise oder wie bei den perv-prüde affigen Amis, faulkurz unausgesprochen, geschrieben ganz zu schweigen, I can’t live with or without u. Der hat unser Lied nicht nur angehört, sondern auch selber gespielt. Sich eingliedern oder aufspalten? Kommt drauf an, wie wir unsre geringsten Brüder behandeln, gell Gläubiger?

Wolle auch nicht, dass sie mir an jeder Ecke so ungelegen kommen, doch der gut gemeint gesellschaftsfähige Klemmbrett schleppende Spendensammler nervt mehr. Sind es kategorisch von derselben Abneigung? Eben. Behaupte nicht anders, meine nur, deshalb, dass man auch noch um Unterschriften bittet, wäre’s nicht gegenüber dem Gammler etwa legitimer. In der Tat hab ich nicht dagegen, wenn Ersteren als Erster vom Ladenbesitzer vertrieben wird. Ob einige Penner die Bude vollstinken, scheiß egal. Entschuldigung. Sei diese Wortwahl unglücklich oder unzutreffend oder ungenau, dann… dass Handeln der draußen wohnenden Unterschicht trifft keinen Sondernerv. Nur weil ihnen kaum Knete gegönnt wird, hieße’s nicht, sie bedeuten eine persönliche Last, wovor ordnungsmäßige Schutz vonnöten ist. Vor dem Bürohengst schon. Leut, die solch nicht sitzend vor der Sparkasse haben wollen, haben ein belastetes Gewissen, das gerade abgehobenes Geld nicht gerecht verdient zu haben. Sie dürfen ihr eigenes Glück nicht ausstehen mit dem Zerrspiegel gegenüber. Es sei denn, sie pflegen Überlegenheitsgedanken, und dann, wieso wenden sie sich an Bankautomaten auf Gesindelboden? Dass die leidgetränkte Realität Alltag geworden ist, liegt nicht an der angeblichen Kühnheit dem irgendeinen Bettler.

Überall schreiben Recht und Ordnung Typen Geschichten im Voraus und Gesetze im Nachhinein. Der Moderatflügel vom Gutmenschkontingent, sowieso als pure Gutmenschen gespottet, dichtet gerne Klauseln dazwischen. Und bezahlen auch mit Karte.

Das Fon klingelt: »Lamprecht.«  »El, zieh dir die Hose an. Wir haben in Köpenick zu tun. Bin gleich da.«

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Der Parkbank Pinkler: frucht-feife-ziehen auf de Jondel

„Ist die Ruhe um?“

—The Glam Squad, Gladiography (Veröffentlichungsdatum unbekannt)
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Gestern ist der Zukunftsweg. Jeder einzelne Tunken Berliner, der neu in Donut-kreis der Hauptstadt auch-tauft, ist ein untrügliches Wahrzeichen dafür, dass diese Lokalkette ihre bettelarm Sklavenlohn-schufter auwacka-weise nicht nur mit Touris zu überhäufen hoffen. Nicht als hätten alle waschechte Berliner was gegen die Pfannkuchen-eintunkerei-erei, aber gerade in diesen Kaffee? Schrippen stippen? Wohl kaum, wa?

Doch, doch! Herrje, herrje! Man meinte, die sich nun nah dreißigjährig fortbestehende Kopp-kluft zwischen Ost und West innerhalb Berlin so gut wie nicht existierend einstufen läßt, von Akademikern, die nun ja mit sachbezogenen Stichprobe-berlinern geredet haben.

Stallgeruch: Mehr als jeder Dritte sowohl aus Friedrichshagen wie auch Friedenau findet die hierzu gratis Lorke aus dem Tunken Berlinern gut bis sehr gut — alle vier alt- wie neu-Friedrichshainer sogar hervorragend. Zumal Weddinger und Weißenseer treffen drauf gerne wieder. Na gut, deren Daten stützen auf Statistiken einer Marktstudie. Jedenfalls wurde willige Teilnehmer mit Anschrift diesseits Dahlem befragt. Ob dabei die ausstehende Mehrzahl ähnliches wie „Wat de Muckefuck”?! von sich gab?

Wer meinte, die Werbebranche schummelt nicht, verdient von der Zahlensalon seinen Lebensunterhalt. Wer glaubt, dass sich Akademiker Stories nicht aus den abzählenden Fingern saugen, sollte mal die Geschichtsbücher aus aller Herren Staaten via close reading allumfassend vergleichen. Die Leitfrage paraphrasiert, was und wer wird nimmer gefragt, wer gilt gar nie oder zählt überhaupt nicht?

Der Journalist möchte keinen Limerick aus ‘ner Tragödie machen, deswegen wird berichtet, im „Tümpel” werde es sein, woraus eine Leiche geborgen wurde. Im folgenden Absatz darf es wohl als Teich bezeichnet, allerdings nur in direkter Zusammensetzung mit einem Totem oder ähnlich irrendem Beschön-sinn.


Fruchtstr./Rüdersdorfer Str. 1960 / Str. der Pariser Kommune/Rüdersdorfer Str. 2018

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